Zuchtvoraussetzungen des Weimaraner-Klub e.V.

Grundsätzliches:

 1. Grundsatz der Rassereinheit.

 2. Beide Eltern müssen im Zuchtbuch eingetragen sein.

 3. Zuchthunde müssen dem Standard entsprechen und einen wesensfesten und harten Gebrauchstyp verkörpern.

 4. Die Zuchthunde müssen frei von zuchtausschließenden Mängeln sein.

 5. Der HD-Befund muss mindestens mit B2 beurteilt sein.

 6. Der Formwert / Haarwert = Gesamtwert muss mindestens mit gut bewertet sein.

 7. Der Hund muss den Wesenstest (siehe unten) des Weimaraner-Klub e.V. bestanden haben (WG1 oder WG2 und WF1).

 8. Eine HZP muss bestanden sein, mit mindestens 6 AP (gut) in der Suche und in den Wasserfächern

a) Verlorensuchen im deckungsreichen Gewässer

b) Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer

oder eine VGP muss bestanden sein, wobei in der Suche und in zwei der drei Wasserfächern

a) Stöbern ohne Ente im deckungsreichen Gewässer,

b) Verlorensuchen im deckungsreichen Gewässer

c) Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer

jeweils die Leistungsziffer 3 (gut) mindestens erreicht werden muss.

 9. Hündinnen dürfen nicht jünger als 18 Monate und nicht älter als 8 Jahre sein.  Der erste Wurf einer Hündin muss vor Vollendung des 6 Lebensjahres statt gefunden haben.  Der Stichtag ist der erste Tag des Deckaktes.

 

10. Ein Weimaranerzuchtrüde darf innerhalb von zwei Zuchtperioden nur maximal 5 Mal erfolgreich zur Zucht eingesetzt werden.

11. Eltern und Grosseltern oder ihre Geschwister dürfen nur zweimal bei den Urgrosseltern der zur Verpaarung vorgesehenen Weimaraner erscheinen.  (d.h. Kommentar: Eltern und Grosseltern oder ihre Geschwister dürfen bei dem jeweils anderen zur Verpaarung anstehenden Weimaraner maximal 2 mal bei den Urgrosseltern vorkommen (Ahnentafel) und nicht in den Eltern, Grosseltern-Generationen des jeweils anderen zur Verpaarung vorgesehenen Weimaraner.)


12. Zuchthunde müssen min. 5 ml EDTA Blut  für die Biobank des Weimaraner-Klubs e.V. abgeben.

 

Durchführungsbestimmungen Wesenstest (Weimaraner-Klub e.V.)

Wesenstest am Gegenstand (WG):

Der Weimaraner wird an einem Baum oder Ähnlichem mit einer Leine in ca. 50 cm Höhe so angebunden das er ca. 2 m nach vorne und auch zum Ausweichen Platz hat. Es darf ein Stück Wild oder auch ein anderer Gegenstand bis ca. 50 cm weit in den Radius der Leine gelegt werden. Dem Weimaraner ist ca. 2 min. Zeit zu geben um den Gegenstand in Besitz zu nehmen. In dieser Zeit muss der Jagdhundeführer sich aus der Sicht des Hundes entfernen. Der Prüfer reizt danach den Weimaraner mit Hilfe eines Sackes oder Ähnlichem, so das eine Beurteilung des Verhaltens, seiner Nervenstärke und Belastbarkeit vom Prüfer beurteilt werden kann. Direkt hiernach geht der Jagdhundeführer mit angeleintem Hund ca. 20 m vom Gegenstand entfernt auf den wartenden Prüfer zu. Der Prüfer kontrolliert dann die Täto-Nummer bzw. die Chipnummer. der Hund muss die Kontrolle ohne Aggression oder Ängstlichkeit zulassen. Bei dem Gegenstandstest müssen die Zuschauer mindestens 50 m vom angebundenen Weimaraner entfernt sein.

Beurteilung am Gegenstand:

WG2 = der Hund zeigt natürliches Abwehrverhalten

WG1 = der Hund verhält sich neutral bzw. weicht dem Prüfer aus, ohne besondere Ängstlchkeit zu zeigen

WG0 = der Hund reagiert ängstlich, als Angstbeißer oder zeigt bei der Kontrolle des Chips, Täto-Nummer Ängstlichkeit oder Aggression

Video Wesenstest am Gegenstand Weimaraner Zuchtschau NRW Juni 2012 (Anouk vom Hemmershof, WG2)

Das Video zeigt den kompletten Wesenstest am Gegenstand (Rucksack mit Ente) von unserer Zuchthündin Anouk vom Hemmershof. Es ist auch ein sehr gutes Beispiel für einen mit WG2 bewerteten Weimaraner, da hier der Weimaraner ca. 30 Sek. dem Druck des Figuranten ausgesetzt war und über die ganze Zeit den Rucksack verteidigt hat. Bei der anschließenden Täto / Chipkontrolle war unsere Weimaranerhündin neutral und hat sich vorbildlich verhalten. Im Anschluss war direkt der Kreistest wobei Anouk sich auch tadellos  verhielt. Danke an Roger für das Video.

Wesenstest im Kreis (WF)

Ca. 12 Personen bilden ein Kreis mit ca. 6 m Radius um den Hundeführer mit seinem Weimaraner, der mit einer ca. 3 m langen Schnur durch die Halsung angeleint ist. Auf ein Zeichen des Richters gehen die Personen gleichzeitig zum Zentrum des Kreises bis Sie sich berühren und bleiben stehen. Der friedliche Charakter der Situation muss gewährleistet sein, die beim Hund stehenden Personen streicheln den Hund. Der Hundeführer übergibt die Enden der Schnur einer Person des Kreises. Gegeüber dieser Person wird der Kreis geöffnet und der Jagdhundeführer verlässt den Kreis und geht ca. 5 m hinter die Person, die den Weimaraner hält, ausserhalb des Kreises. Auf Pfiff oder Ruf lässt die Hilfsperson ein Ende der Schnur los. Der Weimaraner soll jetzt den Kreis verlassen und zu seinem Führer laufen. Danach geht der Jagdhundeführer mit nicht angeleintem Weimaraner durch die offene Stelle zum Zentrum des Kreises zurück.

Gewünscht sind hier Sicherheit, Furchtlosigkeit und neutrales Verhalten gegenüber Fremden.

Nicht Erwünscht sind jede Art von Unsicherheit, Angst (Angstbeißen) und Aggression gegenüber Menschen.

Beurteilung im Kreis:

WF1 = der Weimaraner ist unbeeindruckt oder bedarf mehrfacher Aufforderung den Keis zu verlassen bzw. wieder zu betreten

WF0 = der Weimaraner ist deutlich unsicher und ängstlich oder geht nicht mehr in den Kreis zurück

Der gesamte Wesenstest ist innerhalb einer halben Stunde durchzuführen.

Zwingerbescheinigung für den Weimaraner-Zwinger vom Hemmershof:

Zwingerbescheinigung Weimaraner Klub e.V.

Link Formulare des JGHV (VJP, HZP, VGP)

Link Prüfungsordnungen JGHV